Auch 2021 müssen die Läufe verschoben werden …

Liebe Freunde,
„Pandemie ist Pandemie“ schrieben wir 2020 und niemand hätte gedacht, dass die Pandemie scheinbar unendlich lange dauern würde …
… und doch ist es so.
Deshalb sind an alle Läufer:innen die nachfolgenden Worte verschickt worden:

Liebe Lauffreundin, lieber Lauffreund,
rund 50 Tage vor dem „großen Wochenende“ ist es Zeit, Farbe zu bekennen.

Dass wir alle traurig sind, entsetzt fast, dass die Pandemie auch nach eineinviertel Jahren noch immer nicht zu Ende ist, das wird jede:r von Euch nachvollziehen können.
Oft haben wir sogar den Eindruck, dass es eher schlimmer wird als besser, insbesondere die gegenwärtige Ausgangsperre ab 22.00 Uhr, in Köln sogar ab 21.00 Uhr, macht vieles unmöglich.


Was schreibt die Stadt Köln dazu:
„Im Infektionsschutzgesetz des Bundes heißt es dazu, dass ab einem Inzidenzwert von über 100 die „Ausübung von Sport nur zulässig ist in Form von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten, die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes ausgeübt werden…“.

Sicherlich wäre es möglich, wie bei Ihren bisherigen Wanderungen, auf eine persönliche Übergabe der Verpflegung zu verzichten und diese kontaktlos zu gestalten sowie darüber hinaus lediglich in 2er-Gruppen zu gehen.

Allerdings sehe ich die Form der Wanderungen bei einer höheren Anzahl an Teilnehmer vom Charakter her als eine Veranstaltung. Diese wiederrum sind gemäß der Coronaschutz-Verordnung NRW derzeit nicht zulässig.

Dies sind aber lediglich die aktuell geltenden Vorgaben. Natürlich ist es theoretisch möglich, dass bis Ende Juni wieder einige Lockerungen in Kraft getreten sind. Daher hilft hier aktuell nur ein Blick in die Glaskugel. Ich persönlich denke aber, dass es noch dauern wird, bis Sportveranstaltungen bzw. Sportwettkämpfe im Breitensport wieder möglich sind.“
 

Aber die kaum erreichbare Einigung mit der Stadt und dem lokalen Gesundheitsamt ist nur ein wichtiger Aspekt. Es geht auch um Dich, um Euch, um die Läufer:innen.
Eine Laufveranstaltung soll mehr sein als lediglich die Möglichkeit, irgendwo Laufen zu gehen und dort eine Medaille zu erlaufen. Eine Laufveranstaltung ist Party, es ist ein Wiedersehen von Freund:innen, es ist ein Herzen und Drücken, es ist Freude pur und idealerweise ein Highlight im Laufkalender des Jahres. Wie blutleer und emotionsarm kann es dagegen sein, wenn das Umarmen wegfällt, wenn beim Start und an den VPs durch die „Schnüsstüüt“ geredet werden muss und Du nicht im Gesicht des Gegenübers sehen kannst, wie sehr man sich über Dich und das Wiedersehen freut?
Und wie kann man überhaupt die „langen Kanten“ bewältigen, wenn man wenig trainieren und seit Monaten keine Wettkämpfe mehr absolvieren konnte, auch keine kürzeren?

Zuletzt muss auch an die wichtigsten Menschen solch einer Veranstaltung gedacht werden, an die selbstlosen Helfer:innen an den VPs, am Start und im Ziel. Diese Menschen zu schützen ist ebenso unsere Aufgabe wie der Schutz von Dir und den Deinen. Diese Menschen nicht mit einem Gefühl der Sorge oder Angst am VP stehen zu lassen, das ist unsere Aufgabe.

Auch wenn es weh tut, verdammt weh tut, es geht nicht anders als die Veranstaltung auch in 2021 abzusagen – alle Läufe, 75 km, 110 km und 171 km. Die Mails an die einzelnen Teilnehmer:innen werden in den nächsten Tagen verschickt werden.
Natürlich wird Dein Ticket, Dein Startplatz, aufs Jahr 2022 vorgeschrieben, kostenfrei, auch natürlich.
Es wird auch die Möglichkeit geben, sich aus der Anmeldung zurückzuziehen, dafür erbitten wir einen Abschlag von 30% als Beteiligung an den Vorlaufkosten der nicht stattgefundenen Events 2020 und 2021. Natürlich hoffen wir, dass Du dabei bleibst, damit wir 2022, wenn die Pandemie vorbei ist, die Volksgemeinschaft die „Herdenimmunität“ hat und die Welt wieder ein Stück schöner ist, ein ganz besonderes Lauffest veranstalten können.

Wir wissen, dass manche von Euch denken, dass die Absage „viel zu spät“ kommt. Genauso wird es einige von Euch geben, für die die Absage „viel zu früh“ kommt. Eine Inzidenz von unter 100 ist ja möglich bis dahin, auch wird hoffentlich die Ausgangssperre bis dahin aufgehoben worden sein. Aber, um die Worte der Stadt Köln zu verwenden, dafür bräuchten wir die berühmte Glaskugel – und die ist einfach nicht da.

Was bleibt? Es bleibt natürlich der tief empfundene Dank für alle Läufer:innen, für Dich, für Euch, dass Ihr all das versteht. Und es bleibt der Dank an diejenigen, die sich damit beschäftigt haben, wie sie ihren VP coronakonform, aber dennoch läufer:innenfreundlich, gestalten können, sicher, aber auch schön. Auch für diese wunderbaren Menschen ist diese Absage schwer zu akzeptieren, dennoch weiß ich von manchen Läufer:innen und Helfer:innen, dass da Verständnis vorhanden ist und dass Manche:r uns auch zu dieser Entscheidung gedrängt oder geraten hat.

Weinen dürfen wir, aber die Vernunft muss schließlich siegen.
Auf 2022!

Herzlichst Dein
Orgateam KÖLNPFAD ULTRALAUF

PS: Hinweis – Die Absage betrifft aktuell „nur“ die Läufe, wegen der Wanderungen sind wir noch im täglichen Gespräch mit der Stadt.

DANKE!

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